Ein paar Tipps aus der Broschüre 

Schmerz Werkzeugkoffer von Pete Moore 

möchte ich Ihnen auf Ihrem Weg mitgeben, die auch mir geholfen haben!


Ø Schmerzakzeptanz

Dieses Wort hab ich anfänglich abgelehnt. Aber umso mehr ich nachdachte, umso klarer wurde mir – Akzeptanz ist der Schlüssel um weiterzukommen. Und ja, ich bin weitergekommen und sage mir jetzt: Ich leide an Skoliose, wurde dreimal operiert 

und mache das Beste daraus.

Der Umgang mit Skoliose und den daraus resultierenden Beschwerden war oft schwierig. Die Krankheit akzeptieren bedeutet nicht aufzugeben. Man braucht nur den Willen und die Bereitschaft, Dinge anders anzugehen als bisher. Lassen Sie sich nicht entmutigen, denn es ist möglich.

 

Ø Eigeninitiative

Zur erfolgreichen Bewältigung der Schmerzen und den Umgang mit Skoliose benötigt man oft Hilfe und Unterstützung zu mehr Eigenverantwortung. Ergreifen Sie die Initiative und nehmen Sie Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe auf. Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung im Umgang mit Skoliose unter Gleichbetroffenen.


Ø Richtiges Tempo

Ich gehörte zu den Menschen, die keinen Halt vor den Schmerzen machte, solange er noch erträglich war. Inzwischen teile ich mir die zu schaffenden Aufgaben nach Gefühl und Schmerztoleranz ein. Anfänglich hat mir mein Schmerztagebuch dabei geholfen. So habe ich gelernt rechtzeitig aufzuhören.


Ø Prioritäten

Prioritäten setzen und den Tag planen ist ein wesentlicher Schritt zu einem Leben, in dem Sie Ihre Schmerzen im Griff haben und nicht der Schmerz Sie.


Ø Entspannung

Entspannungstechniken sind wichtig, um einerseits verspannte Muskeln den Kampf anzusagen, andererseits um die Seele baumeln zu lassen.


Ø Bewegung

Viele schrecken mit der Erkrankung, überhaupt wenn man Skoliose operiert ist, vor Bewegung und sportlichen Betätigungen zurück, aus Angst Schmerzen dadurch zu verstärken.

Diese Angst finde ich ist unbegründet – wenn man es ganz langsam angeht!

Zum Beispiel Dehnungsübungen (Yoga, Pilates) und Bewegung (Walken, Spaziergänge, Schwimmen, Radfahren) lindern die Beschwerden und fördern das körperliche und seelische Wohlbefinden. Langsam beginnen und vorsichtig steigern. Sprechen Sie mit Ihrem Physiotherapeuten/Trainer über individuelle Übungen.


Ø Konsequenz

Konsequenz und Ausdauer ist mir sehr wichtig! Wenn man die Routine entwickelt hat, ist das Durchhalten einfacher als man anfangs dachte. Umgeben Sie sich mit Menschen die Sie unterstützen und lassen Sie andere an Ihrem Fortschritt teilhaben!


Ø Gesunder Umgang mit Ihrem Körper

Ich finde es wichtig, auf den Körper zu hören und auf ihn zu achten. Ausruhen wenn der Körper danach verlangt, gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf. Es ist ein Lernprozess aber schaffbar!

 

Das Selbstmanagement dauerhafter Schmerzen ist nicht so kompliziert wie es auf den ersten Blick aussieht. Am besten ist es, es schrittweise zu erlernen. Bitten Sie Ihre Familie, Freunde und auch Kollegen um Hilfe und Unterstützung. Nach und nach werden Sie an Selbstsicherheit gewinnen und die Kontrolle über Ihre Schmerzen übernehmen.

(Pete Moore)


Grundsätzlich gilt: Sie entscheiden, was Ihnen gut tut! Sind sie sich nicht sicher, fragen sie Ihren Arzt um Rat!





Mäßige Bewegung ist ausreichend, regelmäßig ist wichtig.

Chronische Rückenschmerzen bei Skoliose sind für Betroffene oft eine große Belastung und schränken die Lebensqualität ein. Sie verändern den Alltag und können dazu führen, dass man schlechter schläft, den Beruf nicht mehr ausüben kann und aus Angst vor Schmerzen jede Bewegung meidet.

Die richtige Einstellung und das eigene Verhalten im Umgang mit der Erkrankung sind jedoch die wahren Erfolgsfaktoren am Weg zu mehr Lebensqualität.

 

Ich tue meinem Körper etwas Gutes - Vielleicht kann auch ich Sie dazu motivieren

 

Regelmäßige Bewegung (im Freien),

fördert das seelische Wohlbefinden,

lindert Schlafstörungen,

verringert Ermüdungserscheinungen und steigert die Energie,

lenkt vom Schmerz ab,

regt die Bildung körpereigener Endorphine an, die wie Schmerzmittel wirken,

schenkt Beweglichkeit für ein weiteres selbstständiges Leben,

steigert die Ausdauer und das Durchhaltevermögen

steigert die Leistungsfähigkeit des Herz- Kreislaufsystems,

regt die Verdauung an und reduziert Übergewicht,

kräftigt die Muskulatur,

senkt Muskelverspannung, Stress und Aggressionen,

hilft, Depressionen und Angst entgegenzuwirken,

unterstützt eine positive Lebenseinstellung.


Ich finde, wer aktiv ist und sich regelmäßig bewegt, kommt besser mit dem eigenen Schmerz zurecht und verringert dadurch das Schmerzempfinden.


Wenn Bewegung Schmerzen auslöst oder verstärkt, vermeidet man diese meistens. Bei akutem Schmerz ist das oft auch sinnvoll, da in diesen Fällen das Ruhigstellen die Heilung begünstigt. Bei chronischem Schmerz verschlimmert Schonung den Schmerz hingegen noch – wer aber aktiv ist und sich regelmäßig bewegt, kommt besser mit dem eigenen Schmerz zurecht und verringert das Schmerzempfinden. Sport und Bewegung sind darüber hinaus besonders bei Übergewicht sinnvoll, um einige zusätzliche Kilos zu verlieren. So wird der Bewegungsapparat entlastet, und Schmerzen verringern sich.

 

Wer sich lange Zeit nicht bewegt hat, hat es oft schwer, einen Einstieg zu finden. Es ist aber nicht notwendig, dass Sie sich völlig verausgaben – bereits regelmäßiges Spazierengehen ist besser als gar keine Bewegung!

 

Man sagt, dass bei Sportausübung/Bewegung Glückshormone (Endorphin) ausgeschüttet werden, die sich grundsätzlich positiv auf das Wohlbefinden auswirken können.


Bewegung fördert Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination, Konzentration, Körperwahrnehmung und insbesondere bei Gruppenangeboten Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz, lenkt von negativen Empfindungen und Wahrnehmungen ab. Ebenso können Energie- und Antriebslosigkeit durch körperliche Aktivierung gebessert werden, wobei jedoch geachtet werden muss, Personen nicht zu überfordern.


Regelmäßige Bewegung wie zB Walken, Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen, Yoga, Shiatsu kann eine positive Wirkung zeigen. Sport alleine kann zwar nicht heilen oder der Krankheit vorbeugen, stellt aber auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung anderer Behandlungsmethoden dar.


Insgesamt sind Sportarten geeignet, bei denen Sie sich sanft bewegen und die keine extremen Kraftanstrengungen erfordern. 

 

Wichtig ist bei Bewegung und Training auch, dass Sie dabei Spaß haben.


Move Together :-)