Kind & Jugend

Früherkennung ist entscheidend!


Die Skoliose ist eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Umgangssprachlich auch schlicht "Wirbelsäulenverkrümmung" genannt. Charakteristisch ist, dass die Wirbelsäule dabei nicht nur seitlich "verbogen" ist, sondern zusätzlich auch verdreht: Die Wirbelkörper weisen eine Rotation bei gleichzeitiger Verdrehung des Schultergürtels hin zum Becken auf.


"Hier liegt eine Skoliose vor". Diese Diagnose kommt für die meisten Betroffenen oft unvorbereitet. Das gilt vor allem dann, wenn die Skoliose eher zufällig enteckt wurde - zum Beispiel, weil aus einem ganz anderen Grund Röntgenaufnahmen vom Rücken angefertigt wurden.


Überraschend kommt die Feststellung aber vielfach selbst dann, wenn man bei sich selbst oder seinem Kind eine gewisse schiefe/schlechte Haltung beobachtet hat.


"Das wächst sich schon aus .....", ist eine weit verbreitete Annahme.


Im frühen Stadium verursacht Skoliose in der Regel keine Beschwerden oder Schmerzen. Deswegen wird sie von Betroffenen auch anfangs meist nicht bemerkt.


Die ersten Anzeichen sind Koordinationsprobleme und eine schiefe/schlechte Körperhaltung. Genau diese werden leider oft lange übersehen oder als "normale", angewöhnte Fehlhaltung eingestuft. Das ist fatal, denn je älter die Kinder werden, desto schwieriger wird es, die Fehlstellung zu korrigieren.


Je früher die Skoliose erkannt wird, desto wirksamer und schonender lässt sie sich behandeln.


Was im Erwachsenenalter ein bleibendes, komplexes Problem darstellt, lässt sich in der Kindheit noch vielfach korrigieren. Werden Defizite, Schwächen oder Unregelmäßigkeiten in der Körperhaltung rechtzeitig erkannt und beachtet, bestehen gute Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung.


Gerade in der Wachstumsphase eines Kindes ist die Früherkennung einer Wirbelsäulenfehlstellung und deren Behandlung besonders wichtig!!!!


Am häufigsten tritt Skoliose im Jugendalter auf. Mädchen sind dabei häufiger betroffen als Jungen.

Skoliosen bereiten meist keine Beschwerden, weshalb die Diagnose einer Skoliose oft spät oder im Rahmen einer kinderfachärztlichen oder einer schulärztlichen Untersuchung gestellt wird. Ist der Jugendliche angezogen, fallen erst erhebliche Kurven bei der klinischen Untersuchung auf. Die meisten Skoliosen entwickeln sich wie oben erwähnt während des Pubertätsalters, also in einer Zeit, in der man sein Kind seltener unbekleidet sieht. Besser zu erkennen sind Wirbelsäulenverkrümmungen im Bikini oder in Unterwäsche.

Die Krümmung bei der Skoliose kann während des Wachstums eine deutliche Zunahme zeigen. Daher ist eine frühe Erkennung wichtig, um entsprechend dem Ausmass der Skoliose eine Therapie einleiten zu können. Bei einem Verdacht auf eine Skoliose sollte unbedingt eine weitere Abklärung durch einen Orthopäden oder Kinderorthopäden erfolgen.